Die Siedlungs- und Flurnamen von Mörschwil

Willkommen

Mörschwil SG, zwischen Bodensee und St.Gallen gelegen, ist mit seinen gut 3'500 Einwohnerinnen und Einwohnern eine kleinere Gemeinde im Kanton St.Gallen. Dank seiner verkehrstechnisch gut erschlossenen Lage unmittelbar vor den Toren der Stadt St.Gallen und seinem im kantonalen Vergleich sehr tiefen Steuerfuss hat sich Mörschwil SG in den letzten Jahren von einer ländlichen Bauerngemeinde zu einer attraktiven Wohngemeinde entwickelt. Aufgrund der damit verbundenen regen Bautätigkeit hat sich das Dorf- und Siedlungsbild von Mörschwil SG stark gewandelt.

Das virtuelle Ortsnamen-Museum, das Sie soeben "betreten" haben, soll Ihnen einen Einblick in Vergangenheit und Gegenwart von Mörschwil SG ermöglichen, und zwar ausgehend von den Ortsnamen der Gemeinde. Zu den Ortsnamen gehören  nicht nur die Siedlungsnamen (Namen der Weiler, Höfe, Quartiere sowie einzelner Gebäude), sondern auch die Flurnamen, also die Bezeichnungen von Feldern und Wäldern, von Wiesen und Äckern, von Bächen und Weihern und von Hügeln, Senken und Tobeln. 

Ortsnamen geben häufig Einblick in vergangene Zeiten, sie berichten uns über frühe Siedler, über die Lebensweise unserer Vorfahren, über die Bodennutzung, die wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse in früheren Jahrhunderten, und über die ehemalige Flora und Fauna eines Gebietes. Ortsnamen sind in diesem Sinne Zeugen der Geschichte, die man jedoch im Unterschied zu archäologischen Gegenständen nicht aus dem Boden zu Tage fördert, sondern in Karten, Grundbüchern und alten Urkunden findet. Ortsnamen sind ein lebendiges und erhaltenswertes Kulturgut.

Die Bedeutung mancher Ortsnamen erschliesst sich dem Betrachter ohne Weiteres, zum Beispiel der Flur- und Quartiername Bachwies. Doch die Sprache ist einem ständigen Wandel unterworfen, so dass manche Ortsnamen heute nicht mehr offensichtlich verständlich sind. Wissen Sie beispielsweise, was der in unserer Region häufige Ortsname Bitzi bedeutet, der auch in Mörschwil SG vorkommt ?

Im Jahr 2011 feierte Mörschwil SG seinen 1200. "Geburtstag": In einer Urkunde aus dem Jahr 811 ist nämlich zum ersten Mal von Mörschwil die Rede; diese erste Nennung ("in vilare Maurini") gibt Hinweise auf den Namen des Gründers der Siedlung. Weitere Weilernamen auf dem Gemeindegebiet datieren wohl ebenfalls in die Zeit der alemannischen Landnahme zurück: Beggetwil, Enggwil, Hagenwil, Hundwil, Näppenschwil, Reggenschwil... Doch was bedeuten diese Namen? Was mag hinter ihnen stecken? So viel sei fürs erste verraten: Hundwil hat nichts mit Hunden zu tun, so wenig wie die Weiler Horchental mit horchen, Alberenberg mit rumalbern oder Betzenberg mit petzen..... Mehr zu den einzelnen Mörschwiler Siedlungs- und Flurnamen finden interessierte Leser im Register Ortsnamensammung. Viel Spass beim Stöbern!