Religiöses Leben

Der Glaube war für die Menschen von früher von zentraler Bedeutung: Institutionell durch die Kirche repräsentiert, gab er den Menschen in spiritueller und moralischer Hinsicht Halt, und strukturierte das Alltagsleben und den Lauf des Jahres.

 In der Gemeinde Mörschwil SG finden sich etliche Siedlungs- und Flurnamen mit einem Bezug zum kirchlich-religiösen Leben. Die Flurnamen Nonnenchehr, Nonnenbumert, Nonnenbrünnlein, Nonnensteg, Nonnentobel verweisen auf die frühere Anwesenheit von Ordensschwestern auf dem Gemeindegebiet. Die Peschtwees zeigt, dass auch Mörschwil SG von schlimmen Seuchen heimgesucht wurde. Der Lehnerkirchweg erinnert an den Weg, den die Leute vom Weiler Lehn jeweils am Sonntag und an Feiertagen unter die Füsse nahmen. Und die Bildstöckli und Wegkreuze mahnen den Passanten zu Frömmigkeit und Demut. Weitere Flurnamen, welche einen Bezug zur Kirche haben, sind: Chilenacker † (1802), Kaplanei , Bernhardiner Acker † (1802).

Weiterführende Informationen finden Sie unter den folgenden Begriffen:

Quellen

  • Reding, C. (2001). Das ehemalige Waldschwesternhaus Hundtobel im Tübacherholz, Mörschwil SG. In: Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte 84, 2001, 183-190.
  • Spiess, E. (1976). Mörschwil zwischen Bodensee und St.Gallen. Ein Dorf im Strom der Zeit 760 – 1900. 2 Bände. Politische Gemeinde Mörschwil (Hrsg.)