Kurioses

In der Mörschwiler Ortsnamenlandschaft gibt es auch einige Kuriositäten zu entdecken. So gab es in Mörschwil eine „Alp“, einen „Chuefuess“, einen „Kupferfuess“, ein „Ruchbäseli“, ein „Schibenacker“, ein „Schiesshüttenacker“, eine „Wienachthalde“, einen „Heilandsbüchel“, einen „Schinderacker“ sowie einen „Schwabenacker“, eine „Schwabenweid“ und eine „Schwabenwies“. Über die heute noch bekannten Ortsnamen „Biberhund“, „Filzhuet“ und „Mangelburg“ wurde bereits an anderem Ort berichtet.

Alp
Dass es in den Gebirgsregionen unseres Landes Alpen gibt, ist bekannt. Eher ungewöhnlich ist der Eintrag "Alp" in einer Karte von Mörschwil aus dem Jahr 1781 (Ehrat-Karte). "Alp" bezeichnete ein Gebiet zwischen Hueb und Mörschwil im heutigen Gebiet „Sonnenhalden“. Der Flurname "Alp" bezeichnet generell ein höher gelegenes Gebiet, was aus der Perspektive der Bewohner des Weilers Hueb für unsere "Alp" wohl zutraf...
Seit den 70-er Jahren gibt es in Mörschwil sogar eine zweite Alp: die Eselalp....

Schinderacker
Der Name des 1802 bezeugten Flurnamens "Schinderacker" bezieht sich üblicherweise auf einen dorfnahen Platz, wo Tierkadaver verscharrt wurden. Manchmal wird das Namenelement "Schinder-" auch für Grundstücke verwendet, die schwer zu begehen oder zu bearbeiten waren (Thurgauer Namenbuch, Band 2.2, S. 501). In unserem Fall dürfte wahrscheinlich die erste Erklärung zutreffen. Umso besser, dass der Flurname heute nicht mehr bekannt ist; er wäre wohl dem Wert der Liegenschaft abträglich....

Chuefuess