Gewerbliche Weier

Um die in Mörschwil stehenden Mühlen und Fabriken mit der nötigen Energie zu versorgen, wurde bis ins 20. Jahrhundert vor allem die Wasserkraft genutzt. Insbesondere im 19. Jahrhundert wurde zu diesem Zweck vermehrt Fliesswasser aus Bächen und Flüssen entnommen. Zudem wurden zur Erhöhung der Fallhöhe und zur Speicherung von Wasser verschiedene Weier angelegt. Im Kanton St.Gallen wurde im Jahr 1893 ein Gesetz erlassen, um diese Ausbeutung der Wasserkräfte mittels Konzessionen zu kontrollieren.

Von den einst zahlreichen Weiern auf dem Gemeindegebiet von Mörschwil SG, von denen die einen als Feuerwehrweier, die anderen zu gewerblich-industriellen Zwecken genutzt wurden, bestehen heute nur noch deren zwei: der Farbweier und der Wättler Weier. Alle anderen wurden vor allem im Verlauf des 20. Jahrhunderts zugeschüttet:

  • Weier bei der (ehemaligen) Meggenmüli
  • Weier bei der (ehemaligen) Stickerei Löpfe in Meggenhus
  • Weier bei der (ehemaligen) Wattefabrik Traber im Lantschen
  • Feuerwehrweier Meggenhus
  • Feuerwehrweier Reggenschwil
  • Feuerwehrweier Näppenschwil
  • Feuerwehrweier Farb (die Wiese, wo der Weier lag, heisst heute noch Weierweid)

Hinweise auf weitere Weier haben sich nurmehr in Flurnamen erhalten, so zum Beispiel im Namen Weierwies (Unterbüel).