Fuhrgewerbe

Das wichtigste Gewerbe in Mörschwil SG war vom ausgehenden 17. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert das Fuhrhaltergewerbe. Die Mörschwiler genossen offenbar ein Vorrecht für die Fuhren zwischen Rorschach und St.Gallen, ein Recht, das im Jahre 1696 durch den fürstäbtlichen Pfalzrat bestätigt wurde. Transportiert wurden Kornsäcke, Salzfässer, Leinwand und weitere Kaufmannsgüter. Dieses Gewerbe, das erst mit dem Bau der Eisenbahn 1856 seine Bedeutung verlor, hinterliess jedoch keine Spuren im Flurnamenbestand der Gemeinde. Der Weiler Fahrn, an der Hauptstrasse zwischen Rorschach und St.Gallen gelegen, verdankt seinen Namen jedenfalls nicht den Fuhrleuten, sondern dem gemeinen Farnkraut....

Abbildung: Das Restaurant Fahrn in der Endzeit des Fuhrgewerbes (Quelle: Spiess, 1976) 

Quelle

  • Spiess, E. (1976). Mörschwil zwischen Bodensee und St.Gallen. Ein Dorf im Strom der Zeit 760 – 1900. 2 Bände. Politische Gemeinde Mörschwil (Hrsg.)